Presse

40 Jahre Reitstall Klinken

von Nadine Fischer

Seit 1970 bringt die Familie Klinken auf ihrer Anlage Kindern und Erwachsenen das Reiten bei. Was ganz bescheiden mit fünf Pferden begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einem gut funktionierenden Unternehmen entwickelt.

    

Foto: Isabelle Raupold

 Hamern Hanno Klinken hat die Namen nicht vergessen. „Sissi, Bodo, Peggy, Romeo und Senator“, zählt der 54−Jährige auf – so hießen die ersten fünf Pferde, mit denen sein Vater Hans die Reitschule Klinken am Höfgenweg eröffnete. Genau 40 Jahre ist das jetzt her. „Vorher war das hier ein richtiger Bauernhof mit Kühen, Schweinen, Hühnern, Kartoffelackern, Rüben und so weiter“, erinnert sich Hanno Klinken. Ab 1970 konzentrierte sich sein Vater dann auf die Pferde und den Futteranbau von Getreide und Gras. Ganz freiwillig entschied er sich nicht zu diesem Schritt: „Damals ging es der Landwirtschaft nicht gut“, sagt Hanno Klinken. „Mein Vater hatte die Wahl, sich auf Kühe oder Pferde zu spezialisieren.“

Weil Hans Klinken selbst gerne ritt, zogen die Kühe den Kürzeren. Der Landwirt baute eine 40 Mal 20 Meter große Reithalle und richtete Boxen für 24 Pferde ein. Sein Sohn Hanno war damals 14 Jahre alt, „ich bin in den Betrieb rein gewachsen“, erzählt er. Der Filius ließ sich zum Pferdewirt ausbilden, 1981 übernahm er die Anlage vom Vater. Hanno Klinken trainierte die Springreiter und war nebenher noch selbst 28 Jahre lang als Springreiter erfolgreich bei Turnieren aktiv. Noch heute leitet der 54−Jährige die Übungseinheiten in der höchsten Wettkampfklasse S.

Was Hans Klinken vor 40 Jahren mit fünf Pferden anfing, hat sich im Laufe der Jahre zu einem großen funktionierenden Betrieb entwickelt. Rund 70 Pferde stehen in den Ställen, drei ausgebildete Pferdewirte unterstützen Hanno Klinken bei der Arbeit. „Anfangs habe ich das alleine gemacht“, erzählt er. Kinder und Erwachsene können auf dem Hof voltigieren, Ferienkurse besuchen, Springreiten oder Reitabzeichen machen. „Viele Kinder hören irgendwann mit dem Reiten auf und kommen als Erwachsene zusammen mit ihren eigenen Kindern wieder“, sagt Hanno Klinken. Zu seinem Kundenstamm zählten viele treue Seelen, ergänzt er – da gebe es etwa eine 88−jährige Seniorin, die seit 38 Jahren bei Klinken reite. „Sie ist unsere älteste Kundin“, sagt der Pferdewirt.

Für die Reiter bietet er verschiedene Modelle an: Sie können ihr eigenes Pferd bei Klinken unterbringen und von ihm voll verpflegen lassen, es selbst versorgen oder ein Pferd auf Zeit mieten. Dabei übernehmen ein oder mehrere Reiter über einen längeren Zeitraum die Verantwortung für ein Tier. Auch Pferde im Ruhestand finden auf dem Gelände ein Plätzchen. Einige der Klinken−Vierbeiner haben gelegentlich noch einen Sondereinsatz: Sie „marschieren“ in Schützenparaden oder St. Martinszügen mit.

(aus der Rheinischen Post vom 18. Juni 2010)


Hufschlagfiguren fürs Prinzenpaar

von Nadine Hansen

Die Prinzengarder der Stadt Mönchengladbach und die Große Rheydter Prinzengarde sowie die Rittmeister h.c. der beiden Garden haben zur Prinzenpaar-Quadrille in Ihre „Kavallerie-Schule“, die Reitschule Klinken, geladen. Die Tradition des Formationsreitens in einer Gruppe von Reiter gibt es im närrischen Zusammenhang seit mittlerweile 13 Jahren in unserer Stadt. Etwas länger ist das diesjährige Prinzenpaar im Karneval aktiv. „Ich werde mir das genau Ansehen und bin sehr gespannt“, sagt Prinzessin Niersia Kirsten. Gemeinsam mit Prinz Holger I. und Kinder-Prinzessin Julia I. hat die Spitze des diesjährigen Karnevals in der Vitusstadt einen standesgemäßen Logenplatz. Die Gästeliste zur Prinzenpaar-Quadrillie ist lang. Bernd Gothe, 1. Vorsitzender des Mönchengladbacher Karnevals-Verbandes (MKV), das Prinzenpaar aus Erkelenz und viele Frune de der Garden gehören dazu. Sogar die Altstädter aus Köln und die Prinzengarde aus Blau-Weiss aus Düsseldorf haben sich im Hamer Höfgen zusammen gefunden. Den Auftakt der Veranstaltung macht Corinna Neumann, Mariechen der Großen Rheydter Prinzengarde. Die 18-jährige gilt als großes Talent und reitet in der höchsten Dressurklasse. Durch die Fachkundige Moderation von Rittmeister Lothar Erbers erkennt auch der Laie die Leistung ihrer Darbietung. Dadurch steigt naturgemäß die Erwartung an die Prinzenpaar-Quadrille. In diesem Jahr marschieren Gardisten auch zu ehren des kürzlich verstorbenen Rittmeisters Wolfgang Platzbecker auf. Nach einem Gemeinsamen Gedenkmoment beginnt die Quadrille unter Leitung von Hanno Klinken. Die Halle ist kalt, und Mensch und Tier müssen sich konzentrieren. Die Darbietung Prinzen-Quadrille ist imposant.  Die Standartenträger halten ihre Pferde so ruhig, das sie fast als Wachsfiguren durchgehen könnten. Die Rheydter und Mönchengladbacher Garde reitet als eine Gemeinschaft. Ob auf der Mittellinie, in Schlangenlinien in drei Bögen durch die Halle oder abwechselndes Einfädeln: Die Leistung zeugt vorn Präzision. „So etwas ist immer wieder eine Herausforderung“ sagt Klinken, der die Quadrille seit 13 Jahren mit den Reitern über viele Stunden trainiert. Der Hofmarschall des Prinzenpaares Heinz Kleef, hat die Prinzenpaar-Quadrille ins Leben gerufen und beweist seither großen Organisationstalent. Auch unter Karnevalisten läuft die Planung nicht immer Humorvoll ab, doch am Ende hat sich die Arbeit stehts gelohnt: „Es ist schön, welche Kameradschaft sich dadurch entwickelt“, sagt Kleef.

(aus der Rheinischen Post vom 28. Januar 2010)


St. Martina hilft, wo sie kann

von Nadine Fischer

Hamern Die langen dunkelbraunen Haare flechtet Sandra Peters zu einem Zopf. Den steckt sie dann am Kopf fest und setzt sich einen Helm auf. Sie zieht eine weiße Hose und schwarze Stiefel an, zum Schluss drappiert die 31−Jährige noch den roten Umhang über ihrer Jacke und greift sich das Holzschwert. Damit ist die Verwandlung perfekt: Aus Sandra Peters ist St. Martin geworden. Bei vier bis fünf Martinszügen pro Jahr spielt sie den heiligen Mann, „über ganz Mönchengladbach verteilt“, erzählt die gebürtige Vennerin. Schon oft hat sie mitbekommen, wie sich Kinder ganz verblüfft ihren Eltern zuriefen: „Guck mal, der St. Martin ist ja eine Frau.“ Für die irritierten Knirpse hat Sandra Peters dann sofort eine Erklärung parat: „Der St. Martin muss bei so vielen Martinszügen reiten und hat so viel zu tun. Deshalb helfe ich ihm dabei, ich bin St. Martina.“

Der Opi ist zu nervös „Vor vier bis fünf Jahren habe ich damit angefangen“, erzählt die Grund− und Sonderschullehrerin. „Ich war gerade mit dem Studium fertig, da fragte mich Hanno Klinken, ob ich den St. Martin spielen wolle.“ Die Reitschule Klinken bestückt in Mönchengladbach einige Züge mit Pferden und heiligen „Männern“. „Ich bin nicht die einzige Frau“, sagt Sandra Peters. Drei bis vier St. Martinas stelle die Reitschule pro Jahr, ergänzt sie.

Seit 21 Jahren reitet sie regelmäßig, seit 20 Jahren kümmert sie sich bei Klinken um Hengst Wappy. „Er ist hier mit 34 Jahren der Rentner“, sagt Sandra Peters und lacht. Sie nennt ihn liebevoll „Opi“. „Er macht aber nicht bei Martinszügen mit, dafür ist Wappy zu nervös.“ Stattdessen greift sie auf eins der vielen Karnevals− und Schützenzugerprobten Rösser zurück.

Auf welchem Pferd die 31−Jährige in diesem Jahr durch Gladbachs Straßen reiten wird, weiß sie jetzt noch nicht. Auch nicht, wo sie zum Einsatz kommt. „Hanno Klinken macht eine Liste, und voraussichtlich Ende dieser Woche besprechen wir uns dann alle zusammen“, erzählt Sandra Peters. In Hockstein, Hardt und Uedding hat sie unter anderem schon den St. Martin gegeben – ihr Geburtsort Venn und der aktuelle Wohnort Windberg fehlen noch. Besonders vorbereiten muss sich die junge Frau auf ihre Auftritte nicht: Wenn der Zug beginnt, reitet sie einfach der Polizei hinterher zum Feuer. „Um das Feuer reite ich herum, und wenn die Leute singen: „St. Martin zieht die Zügel an, ziehe ich die Zügel an.“ Der Liedtext sei eine sehr gute Orientierungshilfe, sagt Sandra Peters und lacht. „St. Martin zu sein macht einfach Spaß“, findet die erfahrene Reiterin. „Es ist so schön, das Funkeln in den Augen der Kinder zu sehen wenn sie entdecken, dass da ein echtes Pferd und ein echter St. Martin stehen“, schwärmt sie.

(aus der Rheinischen Post vom 29. Oktober 2009)


Keine Angst vor großen Pferden

von Nadine Fischer

Hamern Neben Grando sah Sofie richtig winzig aus. Die Sechsjährige musste auf einen weißen Hocker klettern, um überhaupt an den Bauch des großen Rappen zu gelangen. Sie schob die rechte Hand durch die Schlaufe an der ovalen schwarzen Bürste und striegelte los. Ganz sanft beschrieb sie auf Grandos Fell Kreise, „du musst das ein bisschen fester machen“, rief ihr Opa Norbert Terstappen aufmunternd herüber. Sofie wurde mutiger und übte mehr Druck aus, mit jedem Bürstenstrich breitete sich das Lächeln weiter auf ihrem Gesicht aus. Plötzlich schüttelte sich Grando. „Huch!“, flüsterte das zierliche blonde Mädchen mit den rosafarbenen Schmetterlingen auf den Wangen.


Für Sofie war die ganze Situation neu, denn sie striegelte gerade auf dem Gelände der Reitschule Klinken zum ersten Mal ein Pferd. Die Sechsjährige war Besucherin des ersten Tags der offenen Stalltür, an dem sich die Reitschule wie knapp 1000 weitere Betriebe und Vereine in Deutschland beteiligte. Der Reiterverein Hamern St. Hubertus hatte den Nachmittag rund ums Pferd organisiert. Die Mitglieder zeigten in Springvorführungen ihr Können, ein Schmied und ein Sattler gaben in ihre Arbeit Einblick, eine Kutsche zog die Gäste ein Ründchen über den Platz.


„Mit der Veranstaltung wollen wir die Leute ans Pferd und in den Stall holen“, sagte der Vereinsvorsitzende und Betreiber der Reitschule, Hanno Klinken. „Unser Verein braucht mehr Jugend“, ergänzte er. Sofie wäre da ja eigentlich eine gute Kandidatin. „Sie träumt schon lange davon, reiten zu gehen“, erzählte ihre Oma Marita Terstappen, während das Mädchen striegelte. Beim Kinderschminken war Sofie an diesem Tag schon. Auch das Ponyreiten hatte sie erledigt, sich die Pferdeboxen und das kleine Ritterlager für Kinder angesehen. „Später will sie noch Voltigieren“, sagte Marita Terstappen. Doch erstmal widmete sich die Sechsjährige wieder Rappe Grando.


„Willst du auch noch die Hufe auskratzen?“, fragte Julia Jorde. Das elfjährige Mitglied des Reitervereins betreute Sofie und erklärte ihr vor jedem Arbeitsschritt, was sie machen soll. Die kleine Anfängerin kratzte nun also, dann pinselte sie die Hufe noch mit Fett ein. Vor dem riesigen Pferd schien das Mädchen überhaupt keine Angst zu haben. „Das macht Spaß“, erzählte Sofie, bevor sie Grando in der flachen Hand ein Leckerli unter die Nase hielt. Ihr Opa und ihr Bruder Jona sahen zu und gönnten sich derweil eine Bratwurst im Brötchen.

(aus der Rheinischen Post vom 09. Oktober 2009)


Tag der offenen Stalltür 2009

Ein Tag für das Pfer und mit dem Pferd

von Inge Schnettler

Hamern Pferde fühlen sich gut an, sie haben einen wunderbar würzigen Duft, bewegen sich mit Anmut und kraft, und - sie hören zu. Pferde sind gut für sportliche Betätigungen, gut vor allem auch für die Seele. Am Bundesweiten „Tag der offenen Stalltür“ beteiligen sich am Sonntag, 4. Oktober, der Reitverein St. Hubertus und die Reitschule Hanno Klinken. Für alle, die das soziale und gerechte Wesen Pferd noch nicht kennen, aber auch für alle Pferdefreunde ist der Stall am Höfgenweg von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Ein buntes Programm, moderiert von Turnierspoirt-Moderator und Richter Michael Heyers, erwartete die Besucher in der Halle, den Boxen und auf dem Außengelände.

Von 11 bis 12 Uhr dürfen die Gäste beim Springunterricht zuschauen, von 14 bis 16 Uhr wird die Kunst des Voltigierens vorgeführt, zur gleichen Zeit dürfen Kinder Runden auf dem Pony drehen, und von 15 bis 17 Uhr stehen Kutschfahrten auf dem Programm. Den ganzen tag über gibt es außerdem Betriebsführungen, die Gäste können dem Schmied und dem Sattler bei der Arbeit zusehen, Kindergesichter werden auf Wunsch geschminkt und Ritterspiele dienen der Unterhaltung.

Wichtiger Bestandteil des Reitsports ist die Pflege der Pferde. Dazu gehört das Striegeln des Fells, der Mähne und des Schweifs ebenso wie das Säubern und Pflegen der Hufe. Neben den Vorführungen werden Reitsportartikel angeboten, und natürlich gibt es den ganzen Tag Speisen und Getränke für die Gäste.

(aus der Rheinischen Post vom 02. Oktober 2009)


Tag der offenen Stalltür

Reitverein Hamern St. Hubertus und Reitschule Klinken laden ein

Hamern. Während der Alltag die meisten Menschen immer schneller, moderner und voller Stress vorantreibt, lädt der Reiterverein Hamern St.Hubertus e.V. und die Reitschule Klinken zu einem Ausflug der anderen Art: Zu einem Ausflug in die Erlebniswelt Pferd am 4. Oktober, dem ersten bundesweiten Tag der offenen Stalltür!

Er ist ein echter Kumpel. Mit ihm kann man Spaß haben, Sport treiben, die Landschaft erkunden und auch mal so richtig ’abhängen’. Man kann ihm seine Geheimnisse erzählen und seine Freude mit ihm teilen. Er ist der perfekte Partner bei der Erziehung von Kindern, hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und tut einfach gut. Und er ist ganz in Ihrer Nähe: der Sport- und Freizeitpartner Pferd!

Wie gut sich Pferde anfühlen, wie sie riechen, sich bewegen, sich anhören und sich ‚unterhalten’. Was man alles mit ihnen machen und wie man sie erleben kann – das kann man am ersten bundesweiten Tag der offenen Stalltür, am 4. Oktober, in der Reitschule Klinkenl erfahren. Ein Ausflug in die Erlebniswelt Pferd für alle, die sich bisher noch nicht getraut haben, mit dem Partner Pferd auf Tuchfühlung zu gehen. Für alle, die einfach noch keine Gelegenheit hatten, sich diesen etwas größeren Haustieren zu nähern. Und für alle, die den Pferden schon ganz nahe waren, aber sie in den vergangenen Jahren aus den Augen verloren haben.

Ein buntes Programm – rund um das Pferd – erwartet die großen und kleinen Besucher von 11-17 Uhr auf dem Gelände Höfgenweg in Mönchengladbach-Hamern.

  • Rundführungen
  • Voltigiervorführungen
  • Ponyreiten
  • Springvorführungen
  • Kutschfahrten
  • Kinderschminken
  • dem Schmied bei seiner Arbeit zuschauen
  • was macht ein Sattler ?
  • Pferdepflege hautnah
    …und natürlich ist auch für die kleine Stärkung zwischendurch gesorgt
    .

Es ist ein Tag für das Pferd und mit dem Pferd, initiiert von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und den Landespferdesportverbänden.

(aus dem Stadtspiegel vom 30. September 2009)


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